Tierbereich

Tier- und Naturparadies

Mit uns leben viele Tiere. Langsam aber stetig, mit viel Herz und frischer Naivität, haben wir unseren jetzigen „Streichelhof“ aufgebaut (15 Ziegen, 2 Pferde, 3 Maultiere, 1 Esel, 1 Hund, Katzen, Zwerghühner und Pfauen). Unser einsames Naturparadies gestattet es die Tiere in Freiheit zu halten. Nur die Esel und Pferde haben eine riesig umzäunte Weide. Von uns Menschen werden Geduld, Zeit und Liebe gefordert, damit unsere freiheitsgewohnten Tiere die Nähe zu uns Menschen suchen. So kommen sie in ihrem naturgegebenen Rhythmus zum Fressen und Gemolken werden auf den Hof zurück. Fast alle haben Namen auf welche sie hören, und für jede Tiergattung haben wir unseren Ruflaut. Für uns Erwachsenen und für die Jugendlichen sind die Tiere eine Quelle von Lebensfreude. Oft dürfen wir dabei sein, wenn unsere Ziegen unweit des Stalls ihre Zicklein zur Welt bringen. Und wir sind dabei wenn sie durch Krankheit sterben und wenn die jungen Böcklein geschlachtet werden.

Unsere Jugendlichen werden sorgfältig in die Tierbetreuung eingeführt. Trotz anfänglichen Angst- oder Ekelgefühlen beginnen die meisten Jugendlichen die Tiere zu mögen. Es entwickeln sich Pflicht- und Verantwortungsgefühle statt Tiersentimentalität. So beginnt unser Tag jeweils mit der Tierversorgung, bei der alle ihren Teil beitragen z.B auch mit einem Hundespaziergang. Es ist für unsere Jugendlichen ja oft der schwierigste Moment des Tages, wenn das warme Bett verlassen werden muss, doch für das Wohl der Tiere ist die Überwindung oft einfacher.

In der nahen Reitschule besteht auch die Möglichkeit zu Reitstunden und Reitausflügen.

Die hügelige, waldige und wild belassene Natur mit reissendem Bergfluss im Tal bietet Ruhe im wahrsten Sinne. Fast nur Naturgeräusche sind bei uns zu hören, diese aber in vielfältiger Weise: Vogelgezwitscher, Rauschen des Windes in den Linden, das Summen der Bienen in den Mimosen, Eselrufe und Pfauentrompeten.

Und die weite grosse Stille und Schönheit der Insel mit ihren Sternen- und Vollmond-Nächten lässt auch „hartgesottene“ Jugendliche nicht unberührt. In einem solchen Umfeld werden alle Menschen etwas ruhiger und entspannter. Der Blick für das zauberhaft Schöne im Alltag beginnt zu wirken.